Historischer Ort Krumpuhler Weg – im Rahmen der Interkulturellen Woche 2026 – Führung mit Imke Küster
In Tegel-Süd, auf dem Gelände Billerbecker Weg 123 A, befand sich von 1942 bis 1945 ein NS-Zwangsarbeiterlager. Es wurde von einer Tochterfirma des Unternehmens Borsig betrieben und zählte mit einer Kapazität von 1500 Insassen zu den großen Lagern in Berlin. Gebäude aus der Lagerzeit sind bis heute als steinerne Zeugen der NS-Zwangsarbeit erhalten. Im Frühjahr 2010 wurde hier eine bezirkliche Gedenkstätte eingeweiht.
Die Führung erläutert die Geschichte des Geländes als Zwangsarbeiterlager sowie die spätere Nutzung als Gartenarbeitsschule. Der Gedenkraum zeigt Fundstücke zum Alltag der Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter.
In dem Lager waren neben französischen und italienischen Männern und Frauen vor allem Menschen aus Osteuropa (Russland, Ukraine, Weißrussland und Polen) untergebracht. Auch Kinder wurden hier geboren. Im Rahmen der Interkulturellen Woche 2026 wird hier ein besonderer Fokus auf das Schicksal dieser Menschen gelegt.
- Zielgruppe: Erwachsene
- Anmeldung: ja
- Anmeldung per Mail: museum@reinickendorf.berlin.de
- Anmeldung telefonisch: 030902946460
- Anmerkung: Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Eine rechtzeitige Anmeldung ist erforderlich.
